Kräuter am Wegesrand

 

Ich liebe es Spaziergänge zu machen mit dem Blick auf die Pflanzenwelt. Was wächst hier wo ich wohne und wo ich entlanglaufe? Oft ist mein Blick dabei rechts und links vom Wegesrand oder gerade im Frühjahr wandert mein Blick zu den Zweigen der Bäume. Ich entdeckte dabei Kräuter, die mir vertraut sind und habe immer wieder Fragen zu den Pflanzen, die am Wegesrand wachsen. Bei so einem Spaziergang bin ich am liebsten allein und ich laufe in einem ganz eigenen Rhythmus. Es gibt immer wieder diese Moment, wo ich mich freue eine Pflanze zu entdecken. Manchmal bewegen sich meine Beine zügig oder dann wieder hocke ich mich hin, rieche an einer Pflanze, reibe ein Blättchen und koste etwas von der Pflanze. Oft fotografiere ich sie dann oder schreibe mir eine Notiz in mein Büchlein. Zu Hause gehe ich in Gedanken den Weg nochmal ab und bleibe an meinen Fragen hängen und schaue in Büchern oder im Netz nach den Antworten. Mit meiner Begeisterung macht es mir Freude meine Entdeckungen anderen mitzuteilen. Manche Fragen trage ich lange mit mir, bis ich jemanden treffe, den ich dazu befragen kann. Meine Wege gehe ich oft. So kann ich die Entwicklung der Vegetation wahrnehmen. Seit einigen Jahren gehe ich auch gern denselben Weg zurück, da es einen neuen Blickwinkel auf den Weg mit seinen Pflanzen gibt.

 

Auf diese Art und Weise wird mir mein zuhause und die Pflanzenwelt vertrauter. Ich lerne die Kräuter im Jahreslauf mit ihrem Geruch, Geschmack und anderen Eigenheiten kennen. Das ist eine Art der praktischen Kräuterkunde. Mit anderen unterwegs sein und sich über die Pflanzen austauschen ist eine andere Art sich Wissen anzueignen. Ich biete dazu Führungen an. Eine regelmäßige Möglichkeit ist der Treff „ Wild und Schön“. Wenn es wieder möglich ist, lade ich dazu jeden letzten Dienstag im Monat bei der Hillerschen Villa in Zittau ein und es gibt künftig Kräutertage in Mittelherwigsdorf.